
Wie man die Temperatur im Rotationsofen genau kontrolliert
Wenn Sie eine automatisierte Küche betreiben, wissen Sie, wie wichtig es ist, dass die Produkte jedes Mal perfekt gebräunt werden. Dafür kommen die kreisförmigen Infrarotheizbirnen zum Einsatz.
Es handelt sich dabei nicht um gewöhnliche Glühbirnen – man kann sie eher als Hochleistungsquarzkörper betrachten. Sie sind dafür konzipiert, sofortige Strahlungenergie auf alles abzugeben, was sich im Ofen befindet. Wenn man diese Birnen mit einem PLC-System verbindet, ist das Ziel einfach: Die störenden Temperaturschwankungen zu beseitigen, die dazu führen, dass die Hälfte der Produkte verbrannt wird, während die andere Hälfte unvollständig gebräunt bleibt.
Die Leistungsfähigkeit der Heizbirnen
Wir fertigen diese Birnen so an, dass sie zur Größe Ihres Ofens passen. Doch man muss bei der Berechnung vorsichtig sein. Ein Leuchtmittel mit hoher Leistung bringt die Temperatur schnell hoch – das ist gut. Doch wenn man ein 2000-Watt-Leuchtmittel verwendet, obwohl der Schalter nur 1500 Watt bewältigen kann, wird der Schalter nach etwa einer Woche kaputtgehen. Das ist eine bittere Lektion.
Wir verwenden Quarzglas aus gutem Grund: Es schützt den Glühfaden, während die Infrarotstrahlung ungehindert durchgelassen wird.
Wie man die Hitze tatsächlich kontrolliert
Die Birne allein reicht nicht aus – das eigentliche Geheimnis liegt darin, wie man sie steuert. Ich empfehle immer die Verwendung von PID-Reglern und Solid-State-Lötstellen. Dadurch kann man die Hitze präzise regulieren. Anstatt die Hitze einfach „an“ oder „aus“ zu schalten, kann man sie fein abstimmen.
Falls Sie etwas Präziseres benötigen, können wir die Länge des Glühfadens oder die Dichte der Spulen anpassen. So kann man die Hitze entweder ins Zentrum oder an die Ränder lenken. Dadurch verschwinden die „Kaltstellen“, die normalerweise beim Drehen des Ofens entstehen.
Einige Punkte, auf die man achten muss
Diese Birnen erzeugen eine enorme Menge an Wärme – das ist ja der Sinn dahinter, oder? Doch das kann die Sensoren beeinträchtigen. Wenn die Thermoelemente zu nahe an der Birne angebracht sind, nehmen sie diese Strahlung wahr und liefern falsche Messwerte. Man glaubt dann, der Ofen sei extrem heiß, obwohl das nicht der Fall ist. Man muss die Sensoren abschirmen oder die Abweichungen im Softwareprogramm korrigieren.
Außerdem darf man die Luftzirkulation nicht vergessen. Ohne ordnungliche Belüftung dringt die Wärme überallhin ein. Irgendwann wird dadurch sogar die Isolierung der Kabel beschädigt. Das sieht natürlich nicht gut aus.